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Stutta

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1

Mittwoch, 29. Juli 2009, 10:33

Hügelgrab

Wir hatte ja schon früh darauf hingewiesen, daß es sich bei dem Hügel um einen Bunker handeln muß.
Über meinen Verteiler gingen ja auch Bilder dazu.

Und die Rp schreib nun dazu.

Zweibrücken. Kein Gold aber interessanter Beton
Ausgrabungen am Steitzhof beendet - Archäologe: „Es war eine Herausforderung"
Einen Hinweis auf das erwartete Hügelgrab aus der Bronzezeit fand es nicht, dafür einen gesprengten Wehrmachtsbunker, mit einer dicken Lehmschicht überdeckt: Am Freitag beendete das Grabungsteam der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) seine Arbeit am Steitzhof. Enttäuscht war Leiter Alexander Gramsch nicht.
„Das Ansehen steigt, je mehr Gold man findet", meinte der Archäologe schmunzelnd beim Verladen der Arbeitsgeräte. Hier war es kein Gold und keine Bronze, sondern schlichter Beton, den die Experten für Vorgeschichtliches freilegten. Ihre Aufgabe, möglichst viel Information aus dem Boden zu holen, hätten die Archäologen aber auch mit diesem Ergebnis erfüllt. „Die Herausforderung bestand darin, unser Konzept spontan an den Bunkerfund anzupassen", so Gramsch, der seit Montag bei einem Projekt in Rheinzabern eingesetzt ist.
Notwendig war die Grabung, weil der geschichtsträchtige Hügel einer Erschließung des Geländes im Weg stand: Auf der Fläche - die dem Zweckverband Entwicklungsgebiet Flughafen gehört - sollen ab September Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt werden. Alle Daten zu den entdeckten Betonteilen gab die GDKE an das Ingenieurbüro weiter, das die Erschließung vorbereitet.
Sechs Wochen hatte das sechsköpfige Team der GDKE nahe der alten Römerstraße nach Resten eines Grabes gesucht, von dem die Archäologen meinten, es sei dort vor 3600 Jahren angelegt worden. Ob dies so war und ob der Bunkerbau es zerstörte, bleibt nun ungeklärt. Dass es sich bei dem Bunker, der nach Kriegsende gesprengt wurde, um ein Exemplar des Typs 101 handelt, meint Günther Wagner. „Es war ein etwa zwölf auf zehn Meter großer Mannschaftsbunker, der vermutlich ein Sehrohr trug", meint der Leiter des Westwall-Museums in Niedersimten. (npm)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Zweibrücker Rundschau
Ausgabe: Nr.173
Datum: Mittwoch, den 29. Juli 2009
Seite: Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer: '5286441'

20P7

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2

Mittwoch, 29. Juli 2009, 12:28

Bahnbrechende Erkenntnisse...

und wieder darf der Steuerzahler das ganze bezahlen, ist bestimmt alles zusammengerechnet ne stattliche Summe...
Vor allem 2 mal für den Bunker bezahlen... erst übererden und dann schön archäologisch freilegen...

Und von wegen evtl. beim Bau das Grab zerstört... Es ist doch bekannt, daß daß in der damaligen Zeit sehr viel geforscht wurde, da wäre sicher auch so etwas beim Ausschachten aufgefallen und näher betrachtet worden.
Ich glaub auch woanders mal über genau so einen Fall gelesen zu haben, wodurch der Bau eines Bauwerkes eingestellt wurde, aufgrund diverser Funde...
Naja, egal. Die Jungs hatten bestimmt ihren Spaß beim Betonpuzzle...

3

Mittwoch, 29. Juli 2009, 21:16

Narkus dein Glaube in die Menscheit ist in der Tat unermesslich, dafür wollen wir dich Ehren. Aber Naiv ist es trotzdem. Ein Hügelgrab kann unerkannt verschwinden.

Außerdem es ist überhaupt nicht sicher ob da überhaupt je eines war.

Denn die Vermutung der Existenz des Grabes ging zurück auf die Erdformation die der übererdete Bunker hinterlies. Es ist sehr gut möglich das das "Grab" erst dadurch entstand weil der Bunker gebaut wurde. Alles klar!? ;)

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20P7

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4

Mittwoch, 29. Juli 2009, 22:55

Zitat von »"Hobbyschrauber"«

Narkus dein Glaube in die Menscheit ist in der Tat unermesslich, dafür wollen wir dich Ehren. Aber Naiv ist es trotzdem. Ein Hügelgrab kann unerkannt verschwinden.

Außerdem es ist überhaupt nicht sicher ob da überhaupt je eines war.

Denn die Vermutung der Existenz des Grabes ging zurück auf die Erdformation die der übererdete Bunker hinterlies. Es ist sehr gut möglich das das "Grab" erst dadurch entstand weil der Bunker gebaut wurde. Alles klar!? ;)


Jepp, mir war das schon klar, bevor die dort überhaupt was gesucht haben :roll: :wink:
Sind ja einige schöne "Hügelgräber" rund um Zweibrücken und Pirmasens...
Nach einer engeren Betrachtung gehen diese Hügel aber sehr wohl als Gräber durch.
"Hügelgrab" für Steuergeldverschwendung, Westwalltrümmer und deutsche Festungsbaukunst...

Aber als Naiv würde ich mich deswegen jetzt nicht bezeichnen...
Wenn dort ein Grab gewesen wäre, wäre es garantiert beim Ausschachten entdeckt worden (ist meine persönliche Meinung) und die NS-Führung war, wie geschichtlich belegt ist, sehr wohl auf die Erforschung solcher Dinge aus, alles was mit den alten germanischen Völkern zu tun hatte...

Ebenso wurden bei Bauarbeiten in Dillingen/Pachten schon des öfteren Römerfunde gemacht und - nicht gleich medienträchtig ausgeschlachtet- und daher auch wenig bekannt. So auch bei den Westwallarbeiten...

Dies nur mal so am Rande...

Und nein ich glaube auch nicht daß dort ein Grab ist, oder war.

Gruß

Markus

5

Donnerstag, 30. Juli 2009, 05:06

Die NS FGü+hrung war meiner Meinung lieber in Berlin. Als Argumente gegen eine Entdeckung möchte ich anführen das viele Gräber bei weitem nicht so gut und betsändig ausgeführt waren, dauerhafte beigaben nicht an der Tagesordnung. Dazu sollte man das allgemeine Interesse eines bauarbeiter an Dreck beachten, ich glaube nicht das da jemand sich immer vorher Gedanken macht ob da was im Boden liegen könnte. Hinzu kommt der Ungeheure Zeitdruck, es sollten ja so schnell wie möglich Bunker in den Boden gestampft werden. Selbst wenn, Fanatismus kann ohne weiters dafür sorgen das die "Geschichte sich der Wehrhoheit zu beugen hat!" Deuitschland bestand nicht nur aus Fähnchenwinker, es gab auch richtige Spinner, und es waren verteilt über Deutschland mehr als man glaubt.

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6

Dienstag, 4. August 2009, 17:02

Ich kann da Markus nur zustimmen, in Zweibrücken ist nichts unmöglich. Da das 3. Reich an allem Germanischen interessiert war wäre es eine Sünde gewesen ein Hügelgrab unerforscht zu beseitigen. Was möglich wäre, das die Berichte darüber in den Archiven der Stadt Zweibrücken verschollen sind oder gar verloren gegangen sind, wenn man für einen Moment davon ausgeht das dort jemals so etwas wie ein Hügelgrab war. Was in dieser Gegend nicht unwahrscheinlich ist, denn von Stambach über die Fasanerie verteilt gibt es einige dieser Gräber. Vielleicht wollte man nachsehen ob es den Bunker 58 auch wirklich gab?
Si vis pacem, para bellum!

Mfg
Michael

Stutta

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7

Dienstag, 4. August 2009, 17:52

Nun die Hügelgräber sind nicht germanisch.

Die Baufirmen waren unter Zeitdruck.
Bei Militär gibt es keine Geschichtsforschung.
Da ist es schon ein Wunder das auf dem Felsenbrunn das Herrenhaus stehen bleiben durfte, während alles andere, sogar ein Buswartehäuschen, niedergelegt wurde.

Stutta

8

Dienstag, 4. August 2009, 19:17

Stuttas Ansicht kann ich nur zustimmen. Die Pioniere hatten keinen Forschungsauftrag, dafür aber Zeit und Erfolgsdruck, und das nicht zu knapp.

Auch heute hofft somancher Investor auf seinem Grund nichts zu finden und wenn doch es unerkannt verschwinden zu lassen. Denn jede Bauverzögerung kostet Geld. Für die Geschichte ist bei den Leuten kein Platz.

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20P7

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9

Dienstag, 4. August 2009, 22:31

Zitat von »"Stutta"«

...
Bei Militär gibt es keine Geschichtsforschung...


Komisch, daß dann von allen möglichen militärischen Dienststellen Kunstwerke und Artefakte "gesichert" wurden (vor allem im Ausland) und dann eingehend durch Experten untersucht wurden...

Zitat von »"Hobbyschrauber"«

Stuttas Ansicht kann ich nur zustimmen. Die Pioniere hatten keinen Forschungsauftrag, dafür aber Zeit und Erfolgsdruck, und das nicht zu knapp...


Diese Meinung teile ich eben nicht..., aber anscheinend war der Westwall wegen eines zu spät gebauten Bauwerkes wohl nicht verteidigungsfähig...
Braucht man einen Forschungsauftrag, wenn man zufällig was findet? Vor allem in einer Zeit mit "Melden macht frei und belastet Vorgesetzte"?

Leute Leute, manchmal glaub ich, ihr wart beim Bau persönlich dabei...

Vergessen wir es einfach, ich glaub hier kommen wir nicht auf einen Nenner...

Gruß

Markus

deproe

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10

Mittwoch, 5. August 2009, 00:07

... und wer mal unter "MGFA" hier schaut wird verblüfft sein::: :?
bis dann gruß deproe

&quot;Nicht kleckern, klotzen!&quot;

Stutta

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11

Donnerstag, 6. August 2009, 21:10

Hallo Markus.

Bist du wirklich der Überzeugung, daß nach dem Fund eines Knochens ein Trupp anrückte und die Baustelle drei oder noch mehr Monaten lahm legen konnte.
Ein paar kleine Ringe oder eine Brosche die sind, wenn der Arbeiter die gesehen eingesammelt oder einfach nur eingesteckt worden, oder einfach untergegangen. Eigentlich nur zu finden, wenn der Boden löffelchensweise abgetragen wird.
Silber und Kupfer sehen ziemlich dreckig aus, und auch Gold ist unter Umständen sehr mit Dreck behaftet.
Scherben findest Du hier fast überall, so wie wenn ich heute hier Kohle oder Koks find ich weiß wo ich bin. In der Nähe zu eine Bunker.
Sperrspitzen, Pfeilspitzen und Steinbeile aus dem hiesigen Kalk, werden selbst heute noch als Ökofakte und nicht als Artefakte abgetan.
Und was forschten denn die in der Zeit. Was da zum Teil als solches bekannt wurde ist geradezu lachhaft. Die hatten da schon eine sehr eigenartig Vorstellung.
Das im Krieg Kunst eine große Rolle gespielte hat, hat doch aber auch nichts mit Forschung im Sinne des Wortes zutun. Das etliches in dunkle Kanäle verschwand ist eine Sache, und die Andere, von irgendwas muß der Krieg bezahlt werden.
Das „Großdeutsche Reich“ war 1938 pleite.

12

Samstag, 8. August 2009, 00:56

Auch hier muss ich 20P7 Recht geben, das 3. Reich war sehr interessiert an Historischen Dingen, besonders wenn sie Germanischen Ursprung waren. Und das sie keine Forschung betrieben haben stimmt nicht, da gab es eine extra Abteilung für und Heinrich Himmler war der Chef des ganzen. Was heute nicht alles in Geschichtsbüchern steht. Nachlesen kann man es auch hier <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Himmler">http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Himmler</a><!-- m -->, der Inhalt ist korrekt und Deckt sich mit berichten welche im Fernsehen waren und in Büchern steht. Auch der Umstand das nach dem Krieg sämtliche Literatur welche sich mit Germanischer Runenkunde befasst hat in Deutschland verboten war. Ich würde sagen Markus hat sich mit dem Thema beschäftigt und scheint informiert zu sein. In Stambach sind die Bunker auch in der Nähe von Hügelgräbern gebaut worden ohne diese zu zerstören, auch in der Fasanerie findet mal Kriegsbauten in der Nähe von einem Hügelgrab ohne das diese beschädigt wurde. Hügelgräber sind nicht germanisch, interessant, da sagt das Römisch-Germanische Museum in Mainz aber etwas anderes und auch das Römisch-Germanische Museum in Köln, welches ich selber schon besucht habe. Und Bitte komme mir keine auf die Idee was von Kelten zu schreiben, erst hier lesen <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Germanen">http://de.wikipedia.org/wiki/Germanen</a><!-- m -->. Die Hügelgräber in Stambach waren Römisch Keltischen Ursprung, also für das 3. Reich besonders interessant und Bitte, das 3. Reich war auch von allem Römischen angetan. Das mit den Hügelgräbern in Stambach kann man hier nachlesen <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.geomix.at/oesterreich/Steiermark/Hartberg/Stambach.html">http://www.geomix.at/oesterreich/Steier ... mbach.html</a><!-- m -->.
Si vis pacem, para bellum!

Mfg
Michael

13

Samstag, 8. August 2009, 05:07

Meines Wissens doch Kelten keine Germanen, oder?

Was der Himmler nicht weiss macht den Himmler nicht heiss. Oder hat der anm kedem Spatenloch persönlich rumgeschnüffelt? ;)

Wieviel davon pseudowissenschaftlich geforscht wurde kann ich nicht beziffern. Aber vieles so darf man annhemen wurde am Schreibtisch solange gebogen bis es zur aktuellen Ideologie passte.

Und das ein einfacher Bauzarbeiter oder Polier sich dessen all bewusst ist, das wäre ja so, als ob Sondler heutzutage jeden Fund, über alle Strafandrohungen hinweg dem Schatzamt melden würde.. ich bezweifle das dem so ist.

Die vergangenheit zeigt das immer wieder historische Begebenheiten zerstört wurden um den eigenen Politischen Ansichten oder technischen Neuerungen Platz zu schaffen. Die Taliban, in Ägypten etc. Sorry nacher mehr ich muss zur Arbeit....

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20P7

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14

Samstag, 8. August 2009, 10:52

Ich denke nicht, daß eine weitere Diskussion uns hier weiter bringt,

denn egal was man hier als Argument anführt, es wird vollkommen ignoriert und als "nie dagewesen" abgetan... und da werde ich als ignorant und nicht kritikfähig dargestellt...
schilder_10.gif

Halten wir fest:

-Die Bauarbeiter am WW waren alle zu dumm, etwas im Erdaushub zu erkennen.
-Wenn doch, haben sie es eingesteck und geklaut
-wurde im Dritten Reich nicht geforscht, falls doch, nur pseudo
(die Grabungen in Griechenland waren wohl nur Badeurlaub)
-Das Militär hat nicht geforscht

Könnt ihr denn diese Aussagen belegen???

schilder_10.gif

Ich für meinen Teil habe nie behaupte, das es nicht auch vorkam, daß man was übersehen hat, aber ihr lehnt es kategorisch ab, andere Aussagen zuzulassen...

Wie oben geschrieben, ist für mich die Diskussion beendet.

UND MEINE UNUMSTÖSSLICHE MEINUNG IST, DASS DAS DISKUSSIONSNIVEAU HIER GANZ SCHÖN GESUNKEN IST!

Gruß

Markus

Stutta

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15

Samstag, 8. August 2009, 10:54

Mein lieber Klausie.
Ich habe mir einen Artikel nun angesehen, nach dem ich den Link bereinigt hatte, denn er ist nicht korrekt.
Der Artikel über Stammbach ist recht armselig.

Und dann, es bestreitet doch keiner, das es auf allen Höhen des Zweibrücker Hügellandes, aber nicht in Stammbach selbst, Hügelgräber gab und noch gibt.
Und auch nicht alle Standorte eines Hügels wurden zu Bunkerstandorte, aber es waren ja auch noch lange nicht alle Bunker gebaut. Also hätte rein theoretisch noch jede Menge Hügel zu Opfern werden können.
Und wie man mit diese Hügeln umgeht, auch heute noch, hier ein Beispiel. Die Landebahn in ZW wurde vor Jahren verlängert. Der BUND ZW hatte sich dagegen ausgesprochen, und auf zwei echte Hügelgräber am damaligen Ende der Landebahn hingewiesen.
Heute sind diese rund 15 Meter übererdet. Kein Arsch hat sich damals darüber aufgeregt.
UND da glaubst du beim WW-Bau sei mehr Rücksicht genommen worden.
Also wer hätte denn 38 den Mut aufgebracht in irgendeiner Art und Weise auf so ein schreiendes Unrecht hinzuweisen.
Hust, ich glaub ich verschluck mich.
Deutschland sollte bis 38 sich selbst versorgen können, bei den Flurschäden die angerichtet wurde, spielte ein lächerlicher Hügel keine Rolle.
Glauben darfst Du natürlich alles, aber nicht alles was da geschrieben steht.

Ach ja noch ein Beispiel. Der Weihertalkopf nur einige 1000m weiter ist alte Siedungsgebiet. Betrachte bei Gelegenheit mal wie dort der Boden umgewühlt und aufgefüllt worden ist. Oder noch besser schau Dir alte Luftbilder an

Viele Grüße Walter

Stutta

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16

Samstag, 8. August 2009, 10:58

Markus so solltes Du mit mir nicht reden.
Im Übrigen, nur auf etwas beharren bringt nicht viel.

Mit freundlichen Grüßen. Walter

17

Samstag, 8. August 2009, 12:44

Nun ja du schreibst alle Bauarbeiter wären dumm, dieser Meinung bin ich nicht. Solche verallgemeinerungen sind daher recht gefährlich.
Allerdings können wir sicher bestätigen die sozialen Schichten welchen die Arbeiter des westwalls mehrheitlich angehörten, wohl nicht über eine Bildung verfügten wie wir sie geniessen durften.
Was heisst das:
Beim Menschen hängen kennen und erkennen zusammen. Was wir nicht kennen können wir nur schwer erkennen. Auch zusammenhänge lassen sich nur schwer herstellen wenn man keinen Hintergrund hat.

Daher sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer, denn man muss was finden, es als wertvoll erkennen und dann den Zusammenhang herstellen das dies zu einer größeren Sache gehört.

Aber abgenommen ein historisch bewanderter Mensch findet etwas. Was wird er tun? Ergeht zu seinem Polier und der zu seinem Bauunternehmer.
Wie hoch wird die Wahrscheinlichkeit sein, das er dem Arbeiter glauben schenkt und die Bauarbeiten einstellt? Immerhin der Mann hat einen vertrag diesen Bunker zu bauen, vielleicht sogar über mehrere. Im Falle eines Baustopps würde er auf jedenfall Geld verlieren. Und der Westwall wurde nicht aus Furch vor den Franzosen gebaut, sonder weil man dort Geld verdienen konnte!. Bei späteren Bauprogrammen ist der Bauunternehmer durch den Apparat der OT ersetzt. Große Apparate haben ein Problem, ein Stein im Getriebe bringt alles zu stehen. Mehr als nur diese eine Baustelle. Desweiteren kennen wir auch von großen Konzernen das niemand selbst verantwortlich ist, das wird immer noch oben weitergereicht. Will meinen das hier eine ganz besondere Trägheit im Spiel ist. Bevor da eine Entscheidung fällt ist ein evtl Grab schon Geschichte. Oder der Polier ist wegen Bauverzögerungen gegen einen Fügigeren ausgetauscht. Denn solange nicht von oben bestätigt wird das nicht weitergebuddelt wird, muss befehlsgemäß gegraben werden.
Aber angenommen wir haben einen Verantworlichen der einen Baustopp verfügen kann. Wird er es tun? Was wenn er ein linientreuer Anhänger ist? Befehl ist Befehl! Warum gegen den Strom schweimmen?

Wie also können wir weiterhin die Wahrscheinlichkeit einschätzen?

Kommen wir zu den Festungspionieren: Armeepersonen, Befehlsgebunden. Sie litten permanent unter zuwenig Geld, zuwenig Zeit, zuwenig Arbeitern und Material. Pläne für 20 jahre sollten in 5 geschafft werden, und trotzdem sollte es funktionieren. permanent unter Zugzwang seine jeweiligen Vorgesetzten zufrieden zu stellen.

Und wenn man alles zusammenrechnet: So meine ich genügend Indizien zu haben um die Aussage zu treffen das eine Rettung von historischen Denkmäler vor dem Westwallbau als recht unwahscheinlich anzusehen sein muss.

Es ist natürlich schwierig zu beweisen zu liefern von etwas vom dem ich annahme das es wohl nciht passiert ist. Umgekehrt ist das jedoch einfacher. Sofern es Bauunterbrechnungen und Recherchearbeiten gegeben hat, muss es davon Berichte und Erzählungen geben.

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18

Samstag, 8. August 2009, 18:02

Zitat von »"20P7"«

Ich denke nicht, daß eine weitere Diskussion uns hier weiter bringt,

denn egal was man hier als Argument anführt, es wird vollkommen ignoriert und als "nie dagewesen" abgetan... und da werde ich als ignorant und nicht kritikfähig dargestellt...
schilder_10.gif

Halten wir fest:

-Die Bauarbeiter am WW waren alle zu dumm, etwas im Erdaushub zu erkennen.
-Wenn doch, haben sie es eingesteck und geklaut
-wurde im Dritten Reich nicht geforscht, falls doch, nur pseudo
(die Grabungen in Griechenland waren wohl nur Badeurlaub)
-Das Militär hat nicht geforscht

Könnt ihr denn diese Aussagen belegen???

schilder_10.gif

Ich für meinen Teil habe nie behaupte, das es nicht auch vorkam, daß man was übersehen hat, aber ihr lehnt es kategorisch ab, andere Aussagen zuzulassen...


Markus


Guten Abend Markus !

Hier dreht es sich doch nur um sehr seltene Einzelfälle, die sicherlich einmal aufgetaucht sind. Aufgrund dieser kulturhistorischen Endeckungen wurde natürlich nicht das strategische Gesamtkonzept des Westwalls in Frage gestellt.

Es wurde aber auf taktischer Seite schon eine gewisse Rücksicht genommen, die ganz gewiss vom Einzelfall und der bestimmenden Person vor Ort abhängig war.

Ein simples Beispiel: Vor etwa einem 3/4 Jahr berichtete mir ein Zeitzeuge aus der Gemeinde Namborn, dass bei der Errichtung der LVZ in den Ortschaften ein Bunker inmitten einer Hügelgrab-Ansammlung errichtet werden sollte. Die Hügelgräber waren hinlänglich bekannt und auch in der damaligen TOP-Karte eingetragen. Soweit ich mich entsinnen kann, berichtete der Herr, dass der Standort des Bunkers um einige Meter verlegt wurde und die zuständige Denkmalpflege das Hügelgrab vorsorglich dokumentieren sollte.

Gut, das ist jetzt ein Fall in der LVZ. Aber irgendwie scheint das kulturhistorische Altertum beim Bau des WW doch eine Rolle gespielt zu haben.

Für petivet : Die Gemarkung, von der hier die Rede ist, bildete damals das Dreiländereck Preußen-Oldenburg-Bayern.

Alles Gute !

Hanni

19

Samstag, 8. August 2009, 18:33

Also Walter ich sehe das man sich hier mit dem 3. Reich nicht auseinandergesetzt hat, die Frage sollte lauten "Wer hat 1938 den Mut aufgebracht so etwas zu verschweigen". Meines Wissens wurde der Flugplatz nach dem 2. Weltkrieg von den Kanadiern gebaut und die Rollbahn wurde erst sehr viel später verlängert. Da siehst du wie heute mit solchen Dingen verfahren wird, wie der Kommerz bestimmt. Sicher sind in Stambach genau auf jenem Hügel Bunker und Hügelgräber zu finden, da ich diesen Hügel schon in Augenschein genommen habe weiß ich das. Für den Link kann ich nichts den habe ich so kopiert, wer das Internet kennt weiß warum nicht jeder kopierte Link auch funktioniert. Sicher steht in dem Bericht nicht viel drin, was hast du erwartet? 20P7 die Grabungen waren kein Badeurlaub, genau so wenig wie die Grabungen in der Wüste ein Erholungsurlaub waren, man war auf der Suche nach den Urgermanen was aber kein Geheimnis ist und auch belegbar ist. Hobbyschrauber ich würde sagen in Berlin hat man mehr gewusst wie manchen lieb war. Das wird einem klar wenn man sich mit der Organisation des 3. Reich auseinandergesetzt hat. Ich vermute mal das 20P7 dies gemacht hat. Zum Thema Hügelgrab erkennen, was soll da nun so schwer sein? Hier hätte ich noch etwas gefunden <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.westfr.de/ns-literatur/blut-und-boden.htm">http://www.westfr.de/ns-literatur/blut-und-boden.htm</a><!-- m -->.
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Mfg
Michael

20P7

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20

Samstag, 8. August 2009, 23:20

Zitat von »"Hanni"«



Guten Abend Markus !

Hier dreht es sich doch nur um sehr seltene Einzelfälle, die sicherlich einmal aufgetaucht sind. Aufgrund dieser kulturhistorischen Endeckungen wurde natürlich nicht das strategische Gesamtkonzept des Westwalls in Frage gestellt.

Es wurde aber auf taktischer Seite schon eine gewisse Rücksicht genommen, die ganz gewiss vom Einzelfall und der bestimmenden Person vor Ort abhängig war.

Ein simples Beispiel: Vor etwa einem 3/4 Jahr berichtete mir ein Zeitzeuge aus der Gemeinde Namborn, dass bei der Errichtung der LVZ in den Ortschaften ein Bunker inmitten einer Hügelgrab-Ansammlung errichtet werden sollte. Die Hügelgräber waren hinlänglich bekannt und auch in der damaligen TOP-Karte eingetragen. Soweit ich mich entsinnen kann, berichtete der Herr, dass der Standort des Bunkers um einige Meter verlegt wurde und die zuständige Denkmalpflege das Hügelgrab vorsorglich dokumentieren sollte.

Gut, das ist jetzt ein Fall in der LVZ. Aber irgendwie scheint das kulturhistorische Altertum beim Bau des WW doch eine Rolle gespielt zu haben.

Für petivet : Die Gemarkung, von der hier die Rede ist, bildete damals das Dreiländereck Preußen-Oldenburg-Bayern.

Alles Gute !

Hanni


Hallo Hanni, hallo Klausi!

Schön, daß es außer mir anscheinend noch andere Leute gibt, die die Meinung vertreten und auch von solchen Vorkommnissen berichten können...

Irgendwie fehlt hier im Forum auch ein Ironie Ikon, dann wäre wahrscheinlich mein letzer Beitrag auch besser zur Geltung gekommen...

Also noch einmal...

IRONIE MODUS AN

Zitat von »"20P7"«



Halten wir fest:

-Die Bauarbeiter am WW waren alle zu dumm, etwas im Erdaushub zu erkennen.
-Wenn doch, haben sie es eingesteck und geklaut
-wurde im Dritten Reich nicht geforscht, falls doch, nur pseudo
(die Grabungen in Griechenland waren wohl nur Badeurlaub)
-Das Militär hat nicht geforscht

Könnt ihr denn diese Aussagen belegen???

schilder_10.gif



IRONIE MODUS AUS

Diese Aussagen spiegeln eigentlich nur das wieder, was Walter und David in Ihren Beiträgen zum Ausdruck gebracht haben, so hab ich es zumindest interpretiert...

Wie gesagt, der Käse ist eigentlich gegessen.

Gruß

Markus