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der kermit

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1

Freitag, 25. Dezember 2009, 11:12

scharten der GFM Glocke

hallo

jeder von euch kennt ja die typischen GFM glocken in der maginotlinie.
wir kenn die bauformen und arten , bewaffnung und optiken .
aber was ist wenn keine waffe oder optik in der scharte ist ?
wer von euch weiss denn wie die scharten verschlossen werden ? :D
im westwall kennt man die verschlüsse (sorry komm nicht auf den namen ) um die scharten zu verschlissen aber wie hat man das in frankreich gelöst .

kleines Weihnachtsfragespiel von mir sorry :D 8)

gruss der jetzt in seine gfm glocke spielen fahrende kermit

p.s. frohe weihnachten

2

Freitag, 25. Dezember 2009, 22:57

Hi Kermit,
eine Maginotfrage? Nach so langer Zeit dachte ich es gäbe schon gar keine mehr... :oops:

Die Scharten der GFM A wurden wohl nur mit einer Metallplatte verschlossen. Die kam aussen auf die Scharte. An der Platte war eine lange Schraube und auf der sass ein Querstück welches innen in der Kuppel angezogen werden konnte.
Auf Fotos von 1940 sieht man dieses öfters noch neben der Kuppel liegen. Sieht man sogar heute noch manchmal vor Ort. Kennst Du doch bestimmt auch?
Was brauchst Du denn? Den Namen von dem Teil kenne ich auch nicht.

Bin mir aber ziemlich sicher, dass es da sonst nix gab.

ps. habe Dich nicht vergessen, und komme auch gerne mal vorbei. Aber leider ist meine freie Zeit dank Familie und Arbeit nicht mehr so wie früher
Grüße,
Martin

Mein neues Buch mit Marc Romanych: "42cm "Big Bertha" and German Siege Artillery of WWI" aus der Reihe "New Vanguard" jetzt im Handel erhältlich.

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3

Samstag, 26. Dezember 2009, 12:02

hallo martin

im grossen und ganzen sind die bleche schon ganz richtig aber dieser wurden nur in friedenszeit eingesetzt .
genau wie im westwall .
aber wie du weisst hat man in den westwall glocken verschlüsse drin die die scharte verschlossen haben ( sicher vor splitter und schussen )
dies gab es in der maginotlinie auch :D
also noch einer eine idee

gruss der rätzelsteller thomas

p.s. martin bin fast immer da wenn du zeit hast komm vorbei .

4

Samstag, 26. Dezember 2009, 14:49

Hi Thomas,
so wie ich das verstanden habe wurden in Kriegszeiten ausschliesslich die Einsätze für den 5cm Werfer, das lMG oder die Winkelspiegel eingesetzt.
Bei Artilleriebeschuss wohl die Winkelspiegel, damit man trotzdem noch beobachten kann.
Ich habe aber noch keine Aufnahme gesehen auf der etwas anderes eingesetzt war. Und gerade von der Maginotlinie habe ich eine Menge Aufnahmen gesehen :D
Da war nie etwas anderes zu sehen als die üblichen drei Einsätze (4 wenn man die bloc-jumelle noch zählt) und eben diese Bleche.
Wenn aber jemand noch etwas anderes gehen hat, immer her damit. :shock:
Grüße,
Martin

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5

Montag, 28. Dezember 2009, 09:22

hallo

ja martin ich denke deine aufnahmen stammen meist aus kampfzeiten oder nach dem krieg .
es gibt wenig bilder von kuppeln vor 1939 !
im normalfall würde das fernglas in der hauptscharte untergebracht , das periskop wurde in der wartestellung eingeschoben .
man hatte natürlich auch lmg, granatwerfer und winkelglas zur auswahl .
aber bei alarmierung wurden auch die glocken bestückt und man hat die bleche aus den scharten genommen .(ausnahmen gibt es natürlich auch)
da man auch zur alarmzeit nicht die waffen und optiken in die schaten hängen wollte gab es da eine gute lösung !

na noch jemand nen vorschlag
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6

Dienstag, 29. Dezember 2009, 10:10

hallo

ei was ist denn los !? ist maginot hier etwas eingeschlafen ? :D

na nun gut .
jede GFM glocke des type A ist folgendermassen ausgestattet .
beispiel für eine einfache kasematte mit einer 5 scharten-glocke

1 leichtes MG für die nahverteidigung
normalerweise in der hauptscharte untergebracht ,
dieser erkannt man an einer markierung im innerern .
in der regel richtung front .
1 5cm granatwerfer

1 fernglass ( dies aber nur in ganz besonderen fällen .)

5 winkerlglässer

1 periskop typ f1 kleine glocke oder
f2 grosse glocke .
j2 in ganz selten fällen zur artilleriebeobachtung

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7

Dienstag, 29. Dezember 2009, 10:19

beispiel für eine kasematte mit 2 3schartenglocken
diese findet man dort wo sich zwichen den beiden kasematten eine längere strecke oder es sichtprobleme gibt
(kasematte c58 und c59 huberbusch)
jeweils 1 leichtes mg ( die glocke die zur nachbarkasematte zeigt verteidigt den zwichenraum zwichen dem kasemattenpaar .

6 winkelferngläser (10 wenn es sich um 5 schartenglocken handelt)

1 5cm granatwerfer in der ausseren glocke

hier genau wie bei der einfachen kasematte das ferngalss und die periskope .

das selber gilt für die unterstände( meist 2 5schartenglocke) wobei diese 2 5cm granatwerfer besitzen um das umfeld zu verteidigen .( wenn 2 glocken vorhanden)
eingangsbauwerke der kleinen und grossen werke sind nach dem selben muster gebaut .

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8

Dienstag, 29. Dezember 2009, 10:28

nun zu den kampblöcken
hier kann es zu vielen unregelmässigkeiten kommen .
je nach aufgabe des blockes kann man verschiedene glocken finden .
wenn ein kampfblock eine frontale aufgabe hat sind die glocken ebenerdig und auf gleicher höhe wie die betondecke . somit sind sie nicht im sichtfeld der waffe . hier kommt es nur zur verbauung von 3 schartenglocken .
in diesen findet man ein grosses periskop für das J2 und 1 fernglass zur artilleriebeobachtung 3 winkelferngläser und ein leichtes mg .
bei flankierung sind die glocken auf der betondecke zu sehen und haben die gleiche austattung wie bei den kasematten schon beschrieben .
ausnahme ist dort eben das ferngalss das man zu artilleribeobachtung als unterstützung nimmt .

nun zu meiner antwort der gestellten frage .
in friedenszeiten kommen wie schon von martin beschrieben schutzbleche zum einsatz . diese wurden bei alarmierung entfernt und durch winkelglässer ersetzt .
wenn eine glocke 5 scharten hat kommen auch immer 5 winkelglässer in die glocke

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Dienstag, 29. Dezember 2009, 10:36

teil 2

das besondere ist nun aber das man das winkelfernglass mit einem schutz versehen hat in form einer stahlblatte .
wenn erforderlich wurde das winkelglass durch mg fernglass oder granatwerfer ersetzt . bei den noch verbleibenden winkelgläser wurden der schutz entnommen und konnten dann auch zur beobachtung eingesetzt werden .
ist euch schon einmal der ring im inneren der glocken aufgefallen ?
dieser dient normal zum aufhängen der winkelglässer und der munitionskörbe .

hoffe ich habe etwas licht ins dunkel gebracht ?

gruss
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