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1

Dienstag, 5. Dezember 2006, 00:47

Sperrstelle bei Malsch/Lkr. Karlsruhe

Hallo zusammen,

das Wetter war ja nicht gerade ideal, aber trotz Regens hatte ich mich kurz auf die Suche nach einer Sperrstelle südl. Malsch aufgemacht.

Auf einem Waldweg ist noch der Rest eines Steckschienenhindernisses mit den ca.-Maßen 3m x 2,5 m erkennbar. Ein Besen hätte hier ganze Arbeit geleistet, um die Oberfläche besser zeigen zu können.

Gesichert war die Sperrstelle durch einen quadratischen MG-Schartenstand welcher heute gesprengt, wenige Meter hinter der Sperrstelle, oberhalb im Wald liegt. Die in Baustärke C ausgeführte Anlage hatte eine MG-Schartenplatte 10P7 mit einer Plattenstärke von 6 cm.


Gruß
Tom
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  • Steckschiene1.jpg (119,28 kB - 65 mal heruntergeladen - zuletzt: 25. August 2020, 16:12)
  • PICT0980.jpg (118,95 kB - 69 mal heruntergeladen - zuletzt: 25. August 2020, 16:12)
  • PICT0974.jpg (121,2 kB - 82 mal heruntergeladen - zuletzt: 25. August 2020, 16:12)
Rastatt: Barockresidenz - Festung - Westwall

2

Dienstag, 5. Dezember 2006, 09:25

Malsch

Hi,

ist das in der Nähe vom Divisionsgefechtstand bei Malsch ?

Gruß,
Torsten

Alex

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3

Dienstag, 5. Dezember 2006, 15:53

hi Tom,

schöne bilder. war dort nur ein waldweg gesichert durch den bunker oder gab es noch mehr anlagen an der stelle??

Alex

flowcatcher

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4

Dienstag, 5. Dezember 2006, 19:48

Sperrstelle Walprechtsweiler

Hallo zusammen, einige Details dazu ergänzend:

Durch das aus südöstlicher Richtung zuführende Walpertstal wäre es möglich gewesen,
die Sperre Walprechtsweiler I und das Murgtal zu umgehen und sich über mehrere gut ausgebaute Waldwege
Zugang zur Querverbindung Gaggenau-Ettlingen zu verschaffen.
Um eine solche Umgehung zu verhindern,
wurden 2 Bunker auf der rechten Talseite oberhalb des Weges angelegt.
Der Talgrund wurde durch ein etwa 150m langes Höckerhindernis gesperrt,
das bis an die Abböschung des Waldweges auf der linken talseite führte.
Das Hindernis auf der linken Talseite ist ein Steckschienenhindernis,
welches sich nur in den Abmessungen geringfügig von dem Hindernis von Walprechtsweiler I unterscheidet.
3,5m x 2,4m (BxT) Es ist ebenfalls größtenteils mit Kies bedeckt.
Von den 2 Bauwerken WH 2101(Mg-Schartenstand)
und 2102(Vierschartenstand) sind heute keine Überreste mehr vorhanden.
Etwa 1km östlich steht der zweite Artilleriebeobachter des Ettlinger Riegels,
einem heute gesprengten 123B8.

Quelle: Wein, Festungen, Sperrstellen des Westwalls im Schwarzwald

Gruß flow
http://www.tierheim-dallau.de

Alex

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5

Dienstag, 5. Dezember 2006, 19:50

hi flow,

danke für die ausführlichen infos :D

Alex

6

Dienstag, 5. Dezember 2006, 22:17

Sperrstelle Waldprechtsweier

Genau so ist's,

und weil der Flow alles ausführlich erklärt hat, gibt es (fast) nichts mehr hinzuzufügen :D

Der eine Artillerie-Beobachter (7016) steht allerdings süd-westlich der Sperrstelle, der andere (7015) ca. 800m nördlich. Dieser ist jedoch übererdet.

Vielleicht hat ja mal jemand Lust, das Steckschienenhindernis für eine bessere Aufnahme abzufegen. Ich bringe auch den Besen mit......

Danke und Grüße,
Tom
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flowcatcher

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7

Dienstag, 5. Dezember 2006, 22:38

gut, einigen wir uns auf nordöstlich für den 7015,
beschrieben ist der 7016 als RB 123, da hat wohl der Autor die Karte falsch liegen gehabt :wink:

gruß flow
http://www.tierheim-dallau.de

8

Dienstag, 5. Dezember 2006, 22:40

Ja flow,

das mit der Karte ist mir auch schon passiert, musste dann rückwärts fotografieren....

Gruß
Tom
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fritz

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9

Dienstag, 5. Dezember 2006, 23:23

der Divisionsstand,glaube ich war ich mal, hat der nicht eine Stelle,an dem sich der Berg etliche meter abgesenkt hat,weil da der Hauptzugang nebst einigen Franzosen in die luft flog?
Gruss Fritz

10

Dienstag, 5. Dezember 2006, 23:56

Hallo Fritz,

ja, das ist die richtige Stelle.

Mir wurde jedoch erzählt, dass es sich um einen Malscher Einwohner gehandelt habe. In dem Stollensystem wurde nach dem Krieg u. a. Munition abgelegt. Der Junge habe mit einer Fackel das System betreten, hierdurch eine Explosion ausgelöst und bei dieser das Stollensystem "durch alle drei Eingänge gleichzeitig" wieder verlassen.

Zumindest der Nachname ist noch bekannt auch das Jahr könnte ich noch erfragen.

Tom
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Trapper

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11

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 08:01

Das war kein Unfall sondern eine geplante Sprengung, da alle 3 Eingänge zerstört sind.
Gruß aus Karlsruhe (Ganz nah am Ettlinger Riegel)

Boris

12

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 09:08

Divisionsgefechtstand bei Malsch

Hallo zusammen,

also bis vor wenigen Jahren war ein Eingang noch unzerstört und ab- und zu offen :-))) .
Inzwischen ist er zu mit Gitter und massiven Felsbrocken und lediglich ein Fledermausschlitz ist als Öffnung übrig geblieben.

Er war aber damals in fast seiner gesamten Ausdehnung begehbar (bis auf den Teil der beim Bau der Strasse verfüllt worden ist).

Gruß,
Torsten

13

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 12:22

Der tötl. Unfall des Malschers fand tatsächlich statt und hatte mit einer Sprengung nichts zu tun.
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fritz

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14

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 18:26

Aha,mir wurde erzählt,das zu Kriegsende bei Räumungsarbeiten auch fr.Besatzer tödlich verunglückten.Ich kenn noch denSteinbruch mit den zubetonierten Eingängen und einen grossen Wendehammer mit durchschossenem Wärterhäusschen.Und irgendjemand hat mir noch nen Floh ins Ohr setzen wollen,das die Eisenbahnstrecke,die von Gaggenau kommt,in einem von zwei Tunnels eine Zufahrt gehabt hätte.Hab ich aber als Fabel abgespeichert.
Gruss Fritz

15

Donnerstag, 7. Dezember 2006, 22:35

Unglücksfall im DGS

Hallo zusammen,

um die Geschichte mit dem Unfall zu Ende zu bringen, war ich heute u. a. nochmals in Malsch und habe folgendes erfahren:

Der arme Teufel hieß vermutlich mit Zunamen "Nold", passiert ist dies im Jahr 1946 und am rechten Eingang, über welchem seinerzeit die Jahreszahl "1939" stand, hätte man eine Gedenktafel aus Emaille für ihn angebracht. Dieser Teil sei heute jedoch übererdet.
Die Detonation sei so erheblich gewesen, dass eine spätere Sprengung nicht mehr notwenig gewesen wäre. Ob eine solche dennoch erfolgte, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Jedoch war im Stollen sämtliche Munition aus der Umgebung gelagert.

Vielleicht gibt das Archiv von Malsch noch etwas darüber her. Auch soll es dort einen Heimatverein geben über den etwas zu erfahren sei.

Gruß
Tom
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Trapper

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16

Freitag, 8. Dezember 2006, 05:37

Re: Unglücksfall im DGS

Zitat von »"Bastion12"«


Die Detonation sei so erheblich gewesen, dass eine spätere Sprengung nicht mehr notwenig gewesen wäre. Ob eine solche dennoch erfolgte, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Jedoch war im Stollen sämtliche Munition aus der Umgebung gelagert.


.... das mit der Munition stimmt, trotzdem wurden die Eingänge versprengt. Siehe hier: http://www.team-delta.info/Forum/showthr…ighlight=Malsch
Gruß aus Karlsruhe (Ganz nah am Ettlinger Riegel)

Boris

17

Freitag, 8. Dezember 2006, 11:11

Malsch

Hi,

trotz der Sprengung war das System innen fast komplett begehbar über den dritten nicht gesprengten Eingang.

Dieser existierte bis 2004, danach wurde er verschlossen.

Gruß,
Torsten

18

Freitag, 8. Dezember 2006, 12:12

Klar Boris,

das mit der späteren Sprengung stimmt. Der Befragte jedoch konnte sich an die späteren Sprengungen nicht erinnern.
Sicher hat man nach der Explosion erst einmal sämtliches "Übriggebliebene" geborgen und die Gänge vollständig geräumt. Den (traurigen) Rest kennen wir ja.......

Gruß
Tom
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Evol97

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19

Mittwoch, 27. Dezember 2006, 16:54

Kann aber nicht sein das die Eingänge gesprengt wurden!Als ich damals drin war konnte man die Treppen hoch zu den Eingängen,und man konnte den Bunkerkranz von innen bewundern!
Was mich bis heute Frage ist warum am letzten Quergang die Enden mit Beton verplomt sind!Ging es da weiter?Hat jemand den Originalplan!Das ganze erinnert mich schwer an den Leisbergstollen!Ist ähnlich aufgebaut!Und von dem hab ich die Pläne!

Mfg
Frank

nikolaj

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20

Mittwoch, 27. Dezember 2006, 20:50

muß mal recherchieren !

aber habe in einem anderen forum erst was über den abschnitt gelesen.

gruß nikolaj